«Keine Liebe ist an sich Tugend oder Laster»

Vor 150 Jahren starb der Glarner Hutmachers Heinrich Hössli (1784 bis 1864). Seine aufklärerische Schrift «Eros» wurde 1836 in Glarus verboten – heute macht sie ihn zum Ur-Vater der Schwulenbewegung.

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Und soeben ist auch ein Buch mit dem Titel «Keine Liebe ist an sich Tugend oder Laster» von Rolf Thalmann im Chronos Verlag erschienen, das es gerade auch im Zusammenhang mit dem Kinostart des Films «Der Kreis» noch aktueller.

Der Glarner Modist und Autodidakt Heinrich Hössli hat, aufgewühlt durch einen «Mord aus Leidenschaft», bereits im Jahr 1836 und 1838 «Eros – die Männerliebe der Griechen» publiziert und damit provoziert. Hössli war einer der ersten Autoren überhaupt, der die Liebe unter Männern rechtfertigten.

Im Buch über Hössli beschäftigen sich sechs Fachleute verschiedener Disziplinen unter geistes- und literaturgeschichtlichen Aspekten mit dem Werk des seinerzeit «verlachten Filosofen».