Geschlechtsidentitäten bei Facebook

Ich Tarzan – du Jane! Die beiden Kategorien «Frau» und «Mann» genügen nicht, um auszudrücken wie man sich fühlt und funktioniert wohl nicht mal im tiefsten Urwald. Das hat Facebook erkannt und bietet nun auch in Deutschland 60 Optionen an, um seine Geschlechtsidentität zu definieren.

Wer sich einzig in der Heteronormativität bewegt, wird wohl über die 60 Optionen ungläubig den Kopf schütteln. Und spätestens wenn diese Menschen noch erfahren, dass der Sexualwissenschaftler Magnus Hirschfeld vor knapp 100 Jahren 43 Millionen Geschlechtsidentitäten errechnet hat, wird ihm vor lauter schütteln der Kopf abfallen.

Gott hat Adam und Eva erschaffen, die Wissenschaft hat aber im Verlaufe der Zeit etwas anderes erkannt. Die «Welt» hat diese Aussage treffend auf den Punkt gebracht:

Für den Ahnungslosen, der bisher nur zwei Geschlechter kannte, kann Facebooks Gender-Menü eine ähnliche Offenbarung sein, wie der Blick durchs Mikroskop es für die ersten Wissenschaftler war, die einst entdeckten, dass sich in jedem Wassertropfen eine Vielfalt von Lebensformen verbirgt. Je genauer man hinschaut und je stärker die Vergrößerungslinse wird, desto mehr Unterschiede werden sichtbar. Das ist in der menschlichen Gesellschaft nicht anders als in der Natur.

Für uns Schweizer_innen bleiben «weiblich» und «männlich» vorerst die einzigen Optionen. Facebook arbeite aber daran …