Nichts als heisse Luft aus dem Vatikan

Die zweiwöchige Sondersynode der katholischen Kirche zu den Themen Ehe und Familie ist heute in Rom ohne Einigung in der Frage «Homosexualität» zu Ende gegangen.

Die 183 männlichen Mitglieder der Synode stimmten über jeden der 62 Punkte der Abschlusserklärung einzeln ab. Zur Verabschiedung der einzelnen Punkte war jeweils eine Zweidrittelmehrheit erforderlich. Ob mit homosexuellen Menschen mit Respekt und Taktgefühl umgegangen werden soll, erreichte diese Zweidrittelmehrheit nicht …

Sind Schwule und Lesben nun in der Kirche akzeptiert oder nicht? Das wollte heute während einer Medienkonferenz auch ein Journalist wissen. Die Antwort der Kardinäle: «Ja, Homosexuelle sind in der Kirche willkommen». Wie jetzt?

Dazu David Berger, Chefredaktor der Zeitschrift ‹Männer› und katholischer Theologe, auf Facebook:

Ich glaube, man hat meinen Vorschlag, besser gar nicht über das Thema zu sprechen als so, wie vergangene Woche, ernst genommen.

Unterdessen üben in Italien verschiedene Bürgermeister gegenüber der Kirche den Ungehorsam und tragen gleichgeschlechtliche Paar, die in anderen Ländern eine Ehe eingegangen sind, in den den lokalen Eheregistern ein. So auch Ignazio Marino, der Bürgermeister von Rom, der zeitgleich 16 gleichgeschlechtliche Paare einzutragen. Der Kommentar des Papstes via Radio Vatikan

Vor der in Rom tagenden weltweiten Bischofssynode zum Thema Familie hat sich der Papst an diesem Samstagvormittag in einem kurzen Redebeitrag kritisch darüber geäußert, dass Marino am selben Tag mehrere schwule und lesbische Paare, die in anderen Ländern eine Ehe eingegangen sind, im römischen Rathaus amtlich registrieren wollte.

>Scheinheilig