Anyway, oder sowieso!

Gestern haben die Regierungen beider Basel dem Jugendtreff ‹anyway› den mit 20’000 Franken dotierten «Chancengleichheitspreis 2014″ verliehen. ‘anyway’ fördere und anerkenne Diversität nach dem Grundsatz «Alle Menschen haben das Recht, das zu sein, was sie sind».

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Das sei ein Fehlentscheid, meint Reinhard Möller, Pfarrer der ‘Freien Evangelischen Gemeinde Aesch’ in der ‘Basler Zeitung’. Und der Pfarrer macht sich sogar noch grösserer Sorgen: er sieht jüdisch-christliche Werte in Gefahr:

Dabei ist es aus ethischer und entwicklungspsychologischer Sicht sehr bedenklich, wenn ‹anyway› sich als Zielgruppe Jugendliche wünscht, «die sich über ihre sexuelle Orientierung (noch) nicht im Klaren sind»! Weil Heterosexuelle zudem deutlich ausgeschlossen sind, fragt man sich: Soll hier homosexueller Nachwuchs rekrutiert werden?

Die HABS haben den vollständigen Erguss des Pfarrers auf ihrer Website veröffentlicht: mit einem «lieben Gruss an alle, die noch nicht aus der Kirche ausgetreten sind und mit ihren Kirchensteuern Pfarrer Möller und seine Kollegen weiter beim Gift- und Gallespeien unterstützen» …

Der ordnungshalber sei an dieser Stelle noch eingefügt: Als Prediger einer Freikirche bekommt Pfarrer Möller seinen Lohn nicht aus dem Topf der Kirchensteuern – seine Gemeinde ist ein privatrechtlicher Verein.

Wie auch immer: wir freuen uns zusammen mit den Jungs und Mädels von ‹anyway› über die verdiente Auszeichnung und gratuliere herzlichst!