«So wenig menschliches Denken ist für so viele Menschen so enorm schwer …»

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Der Morgen danach und zusammenfassend hat es Gregori Schmid via Twitter auf den Punkt gebracht: «So, der Zirkus ist vorbei. Bin baff … so wenig menschliches Denken ist für so viele Menschen so enorm schwer …»

Ein Kommentar von Daniel Frey

Es diskutierten in der gestrigen ‹Arena› im Schweizer Fernsehen unter der Leitung von Jonas Projer im sogenannten «inneren Kreis»:

  • Verena Herzog, SVP-Nationalrätin aus dem Thurgau, die nichts gegen Homosexuelle hat – aber wenn es um Kinder geht, ein grosses Aber hat.
  • Giuseppe Gracia, Mediensprecher des Bistum Basel, der im Kampf für Gleichberechtigung eine Ansage gegen christliche Werte sieht.
  • Jacqueline Fehr, Nationalrätin und Vizepräsident der SP, die sich vehement für die «Ehe für Alle» und die Adoption einsetzt.
  • Leonard, Sänger und Moderator, der immer und immer wieder die menschlichen Aspekte in der Diskussion um «Homo-Ehe» und «Homo-Adoption» in den Vordergrund setzt.

Grundsätzlich sind es immer und immer wieder die gleichen Argumente der Gegner_innen von gleichen Rechten für gleichgeschlechtlich Liebenden: Wir haben nichts gegen Homosexuelle – haben sogar «solche» im Bekanntenkreis – aber Kinder gehen gar nicht. Und immer wird die «Salamitaktik» erwähnt: Zuerst wollten sie das Partnerschaftsgesetz, jetzt die Ehe, dann die Adoption.

Die ‹Arena› war für die Fratze Homophobie eine tolle Plattform: Etwa in Form eines EDU-Politikers, der doch tatsächlich von «perversen Handlungen» sprach und seinen Hass lauthals versprühen durfte. Und da fehlten sie eben doch! Die Vertreter_innen unserer Organisationen Pink Cross, LOS, TGNS und FELS. Maria und Martina von Känel vom Dachverband Regenbogenfamilien schlugen sich tapfer, obschon sie ziemlich an den Rand gedrängt wurden.

Eines hat die ‹Arena› deutlich gezeigt: Der Kampf um unsere Rechte ist noch lange nicht gewonnen. Wir brauchen weiterhin starke Organisationen …