Einreiseverbot für Homosexuelle in Ägypten

In Ägypten hat ein Gericht entschieden, dass die Behörden das Recht haben, der Homosexualität verdächtige Ausländer auszuweisen oder gar nicht einreisen zu lassen – was im öffentlichen Interesse sei, weil so religiöse und gesellschaftliche Werte geschützt werden können.

Ein ägyptisches Verwaltungsgericht hatte diese Woche den Einspruch eines wegen angeblicher Homosexualität ausgewiesenen Libyers zurückgewiesen. Gemäss Queer.de hatte das ägyptische Innenministerium den Studenten bereits 2008 des Landes verwiesen und ihm die Wiedereinreise untersagt.

Unter der Militärregierung wurde die Lage von LGBT in Ägypten noch schwieriger. Gemäss der Organisation «Egyptian Initiative for Human Rights» seien seit der Machtübernahme von Präsident Abd al‐Fattah as‐Sisi im Juni 2014 bereits über 150 Menschen wegen Homosexualität verhaftet worden.