Er darf bleiben – darf aber nie mehr gleichgeschlechtliche Paare segnen

Wir kennen die Geschichte: Wendelin Bucheli, katholischer Pfarrer in Bürglen und hat ein lesbisches Paar gesegnet. Das gefiel seinem irdischen Chef gar nicht – die fristlose Kündigung drohte.

Wie heute die ‹Neue Luzerner Zeitung› schreibt, habe man sich nun geeinigt und zitiert eine Meldung des Kirchenrates von Bürglen:

Pfarrer Wendelin Bucheli bedauert, dass durch die Segnung eines gleichgeschlechtlichen Paars viele Menschen verletzt wurden. Er bedauert auch die Unannehmlichkeiten, die er dem Bischof von Chur bereitet hat, in dessen Auftrag er in Bürglen tätig ist. Bucheli betont, dass er der Kirche sowie dem ihn sendenden Bischof gegenüber loyal ist und sich an die kirchliche Lehre hält.

Mit anderen Worten: Pfarrer Bucheli verpflichtet sich, zukünftig weder öffentlich noch heimlich die Segnung eines gleichgeschlechtlichen Paars durchzuführen. Dafür darf er Pfarrer in Bürglen bleiben … Freudig kommentiert auch Bürglens Kirchenrat die Einigung: Der Fall zeige, wie christliche Konfliktbewältigung funktioniere, wenn man miteinander rede. Dass dabei allerdings Menschen, die ihre Partnerschaft doch einfach bloss segnen möchten, auf der Strecke bleiben, wird grosszügig übergangen. Und die Bemerkung sei erlaubt: Ist dies christliche Nächstenliebe?