21’000 Unterschriften gegen Bischof Huonder

Anlässlich der heute stattfindenden Bischofskonferenz wurde die Petition «Verurteilen Sie öffentlich die Aufhetzung zu homophober Gewalt von Bischof Vitus Huonder» überreicht.

In der Petition fordern über 21’000 Menschen die Schweizer Bischöfe auf, die homophoben Aussagen von Bischof Huonder öffentlich zu verurteilen. Die Petition schreibt: «Nichts sagen, die Aussagen des Bischofs nicht zu verurteilen, würde bedeuten, sie zu dulden. Und damit auch alle homophoben Verbrechen, die im Namen solcher Äusserungen begangen werden». Lanciert wurde die Petition wurde von der Facebook‐Gruppe ‚Les Internautes Vigilant/es‘ rund um Laurence Mamin.

Äusserungen wie diejenige von Bischof Huonder führen definitiv nicht dazu, dass die Suizidgefahr bei jungen schwulen, lesbischen, bisexuellen und trans* Menschen abnimmt. Im Gegenteil, junge Menschen, die sich im Coming‐out‐Prozess befinden, werden darin bestätigt, dass Homosexualität, Bisexualität und Trans* nicht zur Normalität gehört. Das kann dazu führen, dass sie sich der Gesellschaft nicht zugehörig fühlen, denken, dass sie eine Belastung für andere sind und die eigene sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität ablehnen. Diese Faktoren erhöhen die Suizidgefahr!

Eine im Juli dieses Jahres veröffentlichte Studie bestätigt dies nun auch für die Schweiz: Soziale und zwischenmenschliche Probleme sowie das Akzeptieren der eigenen Homosexualität gehören zu den meist genannten Gründen, warum homosexuelle Männer einen Suizidversuch machen.

du-bist-du

Peer‐Berater_innen von du‐bist‐du …

Die Studie unterstreicht die Wichtigkeit der Weiterentwicklung von Beratungs‐ und Infoplattform wie beispielsweise du‐bist‐du. Neben der bisherigen Peer‐Beratung von Jungs für Jungs, bieten die Plattform neu auch Unterstützung für junge Frauen und junge Transmenschen an. 24 junge Peer‐Berater_innen beraten junge Menschen zu den Themen Homosexualität, Bisexualität und Trans*.