Medientipp: «Der Staat gegen Fritz Bauer»

Der neue Kinofilm vom Regisseur Lars Kraume «Der Staat gegen Fritz Bauer» – er wurde am Filmfestival in Locarno gezeigt und gewann den Publikumspreis – kommt am 1. Oktober in die Kinos.

image003 (1)

Der Film erzählt die Geschichte des hessischen Generalstaatsanwaltes Fritz Bauer, dessen Bedeutung für das Zustandekommen der Auschwitz-Prozesse unumstritten ist. Nur wenige wussten allerdings, dass der verheiratete Bauer schwul war, da bis in die 90er Jahre in Deutschland der Paragraf 175 sexuelle Handlungen zwischen Männern bestrafte.

Der Film spielt im Deutschland des Jahres 1957. Während die junge Bundesrepublik die NS-Zeit hinter sich lassen will, kämpft ein Mann unermüdlich dafür, die Täter im eigenen Land vor Gericht zu stellen: Zwölf Jahre nach Kriegsende erhält der kompromisslose Generalstaatsanwalt Fritz Bauer den entscheidenden Hinweis darauf, wo sich der frühere SS-Obersturmbandführer Adolf Eichmann versteckt halten soll.

Gemeinsam mit dem jungen Staatsanwalt Karl Angermann beginnt Bauer, die Hintergründe zu recherchieren. Doch es formiert sich Widerstand bis in die höchsten Kreise: In seiner eigenen Behörde verschwinden immer wieder Akten und auch Obergeneralstaatsanwalt Ulrich Kreidler und BKA-Mitarbeiter Paul Gebhardt behindern den unliebsamen Bauer in seinen Ermittlungen. Die meisten seiner Kollegen würden Bauer am liebsten in Verruf bringen, um ihn loszuwerden. Eine Nachricht aus Dänemark könnte ihnen dabei behilflich sein: Bauer wurde mehrmals mit jungen Männern gesichtet. «Der Jude ist schwul?», lachen sie.