Blutspendeverbot für Schwule in den USA gelockert

Ein Jahr auf Sex verzichten und Schwule in den USA dürfen anschliessend Blut spenden …

Während den letzten 30 Jahren wurden Männer, die Sex mit anderen Männern Sex hatten, in den USA – wie ja auch in der Schweiz – von der Blutspende ausgeschlossen. Das Risiko wurde als zu gross angesehen. Nun hat die Gesundheitsbehörden der USA die Regelung etwas entschärft. Wenn der «gleichgeschlechtliche Sex» mindestens ein Jahr zurückliegt, darf jetzt Blut spenden.

Dabei berufen sich die Behörde auf die «derzeitige beste wissenschaftliche Evidenz» und verweist auf das Beispiel Australien. Dort sind nach Einführung dieser Regel mehr als acht Millionen Blutspenden untersucht worden; das Risiko einer HIV-Übertragung erwies sich nicht höher als in den Zeiten des Pauschalverbots.

Auch diese Regel bleibt für uns Schwule inakzeptabel. Denn: Das Risiko einer Ansteckung durch das HIV-Virus durch eine Bluttransfusion hängt nicht von Sexualpraktiken ab, sondern danach, ob diese «safe» oder «unsafe» praktiziert wurden und der Ausschluss von der Blutspende darf einzig aufgrund eines unsafen Sexulaverhaltens erfolgen. Alles andere ist diskriminierend. Wechselnde Sexualpartner und Sex ohne Schutz hat nichts, aber auch gar nichts, mit der sexuellen Orientierung zu tun.